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Liebe Leser/innen und Abonennten,

es ist soweit: unter www.evangelinecooper.de (wahlweise auch www.evangeline-cooper.de ) hat mein Blog ein neues, viel schickeres und übersichtlicheres Zuhause gefunden. Von nun an werde ich euch dort mit Artikeln, Bildern und Tutorials versorgen.

Das Blog hier unter bilderkunst.wordpress.com wird lediglich als Archiv bestehen bleiben. Einige der Artikel werde ich ins neue Blog integrieren, andere werden nur hier zu finden sein.

Wenn ihr mir weiter als Leser/innen die Treue halten möchtet (was mich natürlich ungemein freuen würde), abonniert doch den RSS-Feed des neuen Blogs unter www.evangelinecooper.de und aktualisiert eure Bookmarks.

Besonderer Dank geht an dieser Stelle an meinen lieben Kollegen Sebastian Gerhard, der nicht nur im Alleingang und als Überraschung die Domains für den neuen Blog registriert, sondern auch das Blogsystem aufgesetzt hat. Mein Blog-Christkind. ;)

Euch allen eine besinnliche Weihnachtszeit und: Auf ein neues Jahr mit vielen bunten Blogbeiträgen!

Herzlichst,
Evey

 

Um euch die dunklen Winterabende ein wenig zu versüßen und euch vielleicht auch zum ein oder anderen Studio- und Bildbearbeitungsexperiment zu inspirieren, haben Kollege Sebastian Gerhard und ich heute ein umfangreiches Doppel-Tutorial zum Thema „Rauch“ für euch. Auf Sebastians Blog findet ihr ein ausführliches und reich bebildertes Tutorial dazu, wie man Rauch im Studio fotografieren kann. Und hier erfahrt ihr nachfolgend, welche Bearbeitungsmöglichkeiten es in Photoshop für Rauchbilder gibt, und wie man sie kreativ verfremden oder zum Beispiel für Digitale Composings einsetzen kann. Los geht’s! (Wie immer gilt: Bilder anklicken für vergrößerte Darstellung.)

Teil 1: Ausgangsbild optimieren und bereinigen

Im ersten Teil dieses Tutorials werden wir eine Aufnahme von Rauch im RAW-Editor optimieren und hinterher in Photoshop bereinigen. Wenn ihr euch die Arbeit macht, Rauch selber im Studio zu fotografieren, so empfehle ich euch absolut dringend, im RAW-Format zu fotografieren um hinterher noch alle Möglichkeiten zur verlustfreien Bildoptimierung zu haben. Die nachfolgend im RAW-Editor gezeigten Bearbeitungsschritte könnt ihr zwar auch direkt in Photoshop an einem JPEG vornehmen, allerdings wird es dabei mit hoher Warscheinlichkeit zu Qualitätseinbußen kommen, und das kann man ja vorher vermeiden.

Zuerst öffnen wir das Ausgangsbild im RAW-Editor:

Fotografie von Sebastian Gerhard / fotografirma.de

Ausgangsbild mit Originaleinstellung (Foto von Sebastian Gerhard)

Nun nehme ich im RAW-Editor meine Einstellungen vor, und zwar wie folgt:

Fotografie von Sebastian Gerhard / Bearbeitung von Evangeline Cooper

Meine Einstellungen im RAW-Editor

Da der Rauch im Originalfoto ins Bläuliche tendiert, verstärke ich diesen Effekt durch eine Veränderung der Farbtemperatur auf 5900 k. Desweiteren erhöhe ich die Belichtung, minimal auch das Füllicht, den Schwarzwert, den Kontrast und die Klarheit. Mit diesen Einstellungen öffne ich das Bild dann in Photoshop. Wenn ihr später im RAW-Editor eventuell noch Änderungen vornehmen wollt, könnt ihr das Bild auch durch gedrückt halten der Shift-Taste beim Öffnen als Smart-Objekt öffnen.

Beim Fotografieren von Rauch werden unweigerlich auch störende Rußpartikelchen mit aufgenommen. Diese gilt es nun zu beseitigen. Dies könnt ihr gezielt mit dem Ausbessern-Werkzeug und an manchen Stellen auch mit dem Kopierstempel-Werkzeug erledigen.

Fotografie von Sebastian Gerhard / Bearbeitung von Evangeline Cooper

Störende Partikelflecken entfernen

Habt ihr viele störende Flecken in den schwarzen Außenbereichen des Bildes, könnt ihr dort natürlich auch einfach mit einem schwarzen Pinsel drübergehen, anstatt jeden Partikel einzeln mit dem Werkzeug zu entfernen. Unser bereinigtes Bild sieht dann so aus:

Fotografie von Sebastian Gerhard / Bearbeitung von Evangeline Cooper

Bereinigtes Bild

Dieses Bild könnt ihr nun beispielsweise sehr einfach mit dem Befehl Bild –> Korrekturen –> Farbton/Sättigung in seiner Farbigkeit verändern, so etwa:

Fotografie von Sebastian Gerhard / Bearbeitung von Evangeline Cooper

Farbänderung mittels "Farbton/Sättigung"


Teil 2: Farbspiele

Das Sache mit der Farbigkeit geht natürlich auch noch kreativer und vielseitiger. Um euch das zu demonstrieren, werde ich als nächstes das Bild umkehren. Dafür wendet ihr auf das Foto den Befehl Bild –> Korrekturen –> Umkehren an.

Fotografie von Sebastian Gerhard / Bearbeitung von Evangeline Cooper

Bild umkehren

Nach dem Umkehrprozess erhaltet ihr dieses Ergebnis:

Fotografie von Sebastian Gerhard / Bearbeitung von Evangeline Cooper

Umgekehrtes Foto

Nun möchte ich dem Rauchfoto eine spacige Zweifarbigkeit verpassen. Hierfür lege ich zwei Kopien der Arbeitsebene an. Die erste Ebenenkopie färbe ich mit dem Befehl Bild –> Korrekturen –> Farbton/Sättigung in ein kräftiges Lila:

Fotografie von Sebastian Gerhard / Bearbeitung von Evangeline Cooper

Farbkorrektur 1: Lila

Die zweite Ebenenkopie färbe ich mit derselben Methode Blau:

Fotografie von Sebastian Gerhard / Bearbeitung von Evangeline Cooper

Farbkorrektur 2: Blau

Die beiden eingefärbten Ebenen liegen im Ebenenmenü nun übereinander, sodass ich mithilfe einer Ebenenmaske einen Teil der blauen Ebene ausblenden und dadurch die lilane Ebene ins Bild holen kann:

Fotografie von Sebastian Gerhard / Bearbeitung von Evangeline Cooper

Ebenenmaske "Alle einblenden", dann mit schwarzem Pinsel arbeiten

Dies kann man natürlich beliebig weit treiben und an beliebigen Stellen des Bildes machen, um kreative Farbeffekte zu erzeugen. Natürlich kann man das Spielchen auch mit beliebig vielen Farben machen.

Fotografie von Sebastian Gerhard / Bearbeitung von Evangeline Cooper

Zweifarbigkeit

Und selbstverständlich kann man hinterher die Farbtöne wieder beliebig oft mit der bekannten Methode ändern:

Fotografie von Sebastian Gerhard / Bearbeitung von Evangeline Cooper

Noch mehr Spielerei

Zum Abschluss der Bearbeitung kann man nun je nach Bild beispielsweise noch die Tonwerte ein wenig korrigieren oder die Sättigung erhöhen, um noch knalligere Farben zu erhalten.

Fotografie von Sebastian Gerhard / Bearbeitung von Evangeline Cooper

Abschließende Korrekturen, z.B. Farbsättigung

Nun ist eure Fantasie gefragt, denn die Möglichkeiten der Farbkombination und Bildvariation sind an sich unbegrenzt. Probiert alles aus, spielt herum, seid kreativ.

Teil 3: Einbauen von Rauch in Bilder / Digitale Composings mit Rauch

Rauch ist ein tolles Mittel, um bei kreativ bearbeiteten Bildern tolle Effekte zu erzielen. Anhand des Bildes „Amor“ möchte ich euch einen Weg zeigen, wie man recht unkompliziert Rauch in Bilder einfügt. So sieht das fertige Bild aus:

Fotografie und Bearbeitung von Evangeline Cooper

"Amor"

Zuerst suchen wir uns eine passende Rauchaufnahme. In diesem Fall handelt es sich dabei um dieses Bild:

Aufnahme Rauch Amor

Aufnahme Rauch

Im ersten Bearbeitungsschritt entsättigen wir die Aufnahme über den Befehl Bild –> Korrekturen –> Farbton/Sättigung:

Bearbeitung von Evangeline Cooper / Rauch-Tutorial

Rauch entsättigen

Nun ändern wir die Farbe des Rauches in einen Rotton, der zu unserem Gesamtbild passt. Hierfür nutzen wir den Befehl Bild –> Korrekturen –> Farbbalance.

Bearbeitung von Evangeline Cooper / Rauch-Tutorial

Farbanpassung

Wer in den vorangegangen Teilen dieses Tutorials aufgepasst hat, wird sich nun fragen: warum müssen wir erst entsättigen und dann die Farbe wieder reindrehen, anstatt gleich über den Befehl Bild –> Korrekturen –> Farbton/Sättigung zu gehen und die Farbe des Rauches zu ändern? Darum:

Bearbeitung von Evangeline Cooper

Farbänderung direkt im Menü Farbton/Sättigung

Da der Originalrauch ein starkes Blau ohne große Helligkeits- und Kontrastunterschiede aufweist, würde sich bei einer direkten Umwandlung des Farbtons ein greller roter Rauch ohne Licht- und Kontrastpunkte ergeben. Und sowas wollen wir ja nun wirklich nicht.

Unseren richtig umgefärbten Rauch fügen wir nun per Kopieren / Einfügen in das Composing-Bild ein, und zwar als neue Ebene über allen anderen Ebenen:

Fotografie und Bearbeitung von Evangeline Cooper / Rauch-Tutorial

Rauch ganz normal einfügen

Als nächstes ändern wir den Ebenenmodus unserer Rauch-Ebene auf Negativ Multiplizieren, das sieht dann so aus:

Fotografie und Bearbeitung von Evangeline Cooper / Rauch-Tutorial

Ebenenmodus des Rauches auf Negativ Multiplizieren setzen

Nun wird der Rauch einmal horizontal gespiegelt und mit dem Transformieren-Tool sowohl in der Größe als auch Perspektivisch so verzerrt, bis er zum Bogenschützen passt. Das habe ich hier fürs Tutorial nur ganz grob gemacht, im Originalbild ging dafür doch Einiges an Zeit drauf, bis ich zufrieden war.

Fotografie und Bearbeitung von Evangeline Cooper / Rauch-Tutorial

Spiegeln, Transformieren - was nicht passt, wird passend gemacht

Per Ebenenmaske können wir nun die Kanten des Rauchbildes verschwinden lassen, indem wir in der weißen Ebenenmaske (Befehl Ebene –> Ebenenmaske –> Alle einblenden) mit einem schwarzen Pinsel über die Bereiche malen, die wir ausblenden wollen.

Fotografie und Bearbeitung von Evangeline Cooper / Rauch-Tutorial

Mittels Ebenenmaske Kanten verschwinden lassen

Bis zur endgültigen Fertigstellung des Rauches, wie ihr ihn eingangs im fertigen Bild „Amor“ gesehen habt, sind noch diverse Zwischenschritte nötig – Tonwertkorrekturen, zusätzliche Ebenen-Duplikate usw. usf., all dies zu erklären würde den Rahmen hier sprengen. Das Prinzip, wie ihr Rauch vor einfarbigem Hintergrund in ein Bild einfügt, ist und bleibt immer dasselbe: Negativ Multiplizieren, wenn der Rauch vor schwarzem Hintergrund ist. Ist er vor weißem Hintergrund, einfach das Originalbild umkehren damit der Hintergrund Schwarz wird, und dann die Ebene Negativ Multiplizieren. Eigentlich kinderleicht, wenn man es einmal weiß. ;)

Mit Rauch könnt ihr jede Menge kreativer Effekte erzielen; weitere Anwedungsmöglichkeiten seht ihr beispielsweise bei diesen zwei Bildern:

Fotografie und Bearbeitung: Evangeline Cooper

"Possession"

Fotografie und Bearbeitung von Evangeline Cooper

"Station"

Dieses kleine Tutorial hat euch die Grundlagen des Umgangs mit Rauch-Bildern in Photoshop hoffentlich einigermaßen verständlich und nachvollziehbar nähergebracht. Bei Fragen: fragen!
Sebastian und ich sind sehr gespannt, was ihr mit Rauch so alles anstellt und würden uns freuen, wenn ihr die Ergebnisse eurer Experimente vielleicht hier in unseren Blogkommentaren verlinkt.

Herzlichst,
Evey

Fotografie von Evangeline Cooper

Ausgangsbild

Das Ausgangsbild für „Protector“ wurde im Studio vor schwarzem Hintergrund fotografiert. Die Beleuchtung erfolgte durch einen Blitz mit Durchlichtschirm von links (betrachterseitig). Ich habe diese Lichtquelle gewählt, um ein sanftes Licht ohne starke Akzentuierungen zu erhalten. Fotografiert habe ich von schräg oben, wie man am Blick des Models sehen kann, der leicht nach oben (nämlich in meine Kameralinse) geht. Zudem habe ich einhändig fotografiert und mit der freien Hand ein Stück Pappe so vors Licht gehalten, das ein Teil des Gesichts mehr im Schatten liegt und eine etwas ungleichmäßige, daher natürlicher wirkende Ausleuchtung entsteht.

Fotografie und Bearbeitung von Evangeline Cooper

Lichtkorrektur und Verflüssigen

Durch Mehrfachentwicklung der RAW-Datei habe ich im nächsten Schritt die Belichtung korrigiert. Außerdem habe ich den Stoff an den Bildrändern so verflüssigt, dass der Schleier bildfüllend ist. Eine weitere kleine Schönheitskorrektur mit dem Verflüssigen-Filter wurde an der Nase des Models vorgenommen.

Fotografie und Bearbeitung von Evangeline Cooper

Beautyretusche

Als nächstes erfolgt die Beauty-Retusche. Ich beginne hierbei immer damit, mit dem Ausbessern-Werkzeug grobe Unreinheiten zu entfernen. In diesem speziellen Fall habe ich zudem auch die Stirnfalten des Models wegretuschiert, ebenfalls mit dem Ausbessern-Werkzeug. Wie ihr sicher schon bemerkt habt, wurde auch an den Augen des Models gearbeitet. Hierfür habe ich auf einem Duplikat der Originalebene den Befehl „Tiefen/Lichter“ (unter Bild –> Korrekturen –> Tiefen/Lichter) angewandt, um die Augen aufzuhellen, und dann mit dem Befehl „Farbton/Sättigung“ (ebenfalls unter Bild –> Korrekturen) die Farbigkeit der Augen angepasst. Diese Hilfsebene mit den angepassten Augen habe ich unter die normale Hauptebene gelegt und die Augen einfach herausradiert. Danach das Ganze wieder zu einer Ebene verrechnen. Man kann an dieser Stelle beispielsweise auch mit Masken u.ä. arbeiten, dies ist mir für so kleine Korrekturen aber immer zu aufwändig, da ich durch lange Routine erfahrungsgemäß daran später kaum noch etwas korrigieren muss.

Fotografie und Bearbeitung von Evangeline Cooper

Unscharf Maskieren, Mehrfachkombi Ebenenmodi, Farbkorrektur

Im nächsten Schritt habe ich das Bild mit dem Filter „Unscharf maskieren“ nachgeschärft. Außerdem wurde durch die Kombination verschiedenen Ebenen in unterschiedlichen Ebenenmodi, sowie durch Tonwertkorrektur, Kontrastoptimierung und verschiedene Farbkorrekturen ein spannender Bildlook erzeugt. Auf die genauen Arbeitsschritte möchte ich an dieser Stelle nicht eingehen, da dies den Rahmen sprengen würde. Ich zeige euch die Technik gerne in einem meiner Workshops oder Einzelcoachings ;) .

Fotografie und Bearbeitung von Evangeline Cooper

Make-Up mit Brushes

Nachdem das Model nun grundsätzlich fertig bearbeitet ist, geht es an die Feinheiten. Ich erstelle eine weitere Hilfsebene als Duplikat meiner aktuellen Bildebene und entsättige diese stark. Außerdem helle ich sie auf, bis die Haut des Models fast weiß ist. Diese Hilfsebene lege ich nun wieder unter meine Hauptebene. Nun kann ich Make-Up-Effekte aus der Hauptebene herausradieren, sodass die darunter liegende fast weiße Ebene sichtbar wird. Hierzu benutze ich das Radiergummi-Werkzeug mit verschiedenen Pinselspitzen, auch Brushes genannt, die man entweder selber erstellen oder beispielsweise auf deviantart.com herunterladen kann. Ihr werdet nun sicherlich fragen, warum man denn nicht gleich mit einem Pinsel und weißer Farbe das Make-Up direkt auf die Hauptebene aufmalt, sondern so umständlich eine entsättigte, aufgehellte Ebene erstellt, die man dann in die Hauptebene hineinradiert. Die Antwort ist einfach: durch die Verwendung einer Variante der Originalebene, wie stark aufgehellt und entsättigt sie auch sein mag, erhalte ich immer noch die Struktur und Plastizität der Ausgangsebene, denn selbst auf einer stark aufgehellten Ebene sind noch die Konturen des Gesichts, Hautporen usw. sichtbar. Würde ich einfach nur mit einem Pinsel und weißer Farbe auf die Hauptebene aufmalen, erhielte ich nichts weiter als plattes, unrealistisch wirkendes Gepinsel.

Fotografie und Bearbeitung von Evangeline Cooper

Struktur auf der Haut einfügen

Nun habe ich an einigen Stellen noch eine rissige Struktur auf die Haut des Models aufgebracht. Hierfür nehme ich ein Stockfoto von trockenem Boden zuhilfe: Stockfoto BodenDieses lege ich im Ebenenmodus „Ineinanderkopieren“ über meine Hauptebene. Dadurch „verschmilzt“ die rissige Struktur des Bodens mit der Haut meines Models. Nun noch die Deckkraft regulieren und per Ebenenmaske die Stellen des rissigen Bodens ausblenden, die auf der Haut des Models freibleiben sollen.

Fotografie und Bearbeitung von Evangeline Cooper

Rauch im Modus "Negativ Mupltiplizieren" einfügen

Um dem Stein auf der Stirn des Models ein bisschen „Magie“ zu verleihen, habe ich ein Stockfoto von Rauch vor schwarzem Hintergrund geöffnet, und selbiges im Modus „Negativ Multiplizieren“ über meiner Hauptebene eingefügt. Dann den Rauch ein wenig transformieren und verschieben bis er passt. Fertig. Von Hand habe ich zudem dann noch einige Lichtpunkte im Bereich des Rauches und des Steines eingezeichnet.

Fotografie und Bearbeitung von Evangeline Cooper

Skyline im Modus "Negativ Multiplizieren" einfügen

Für den nächsten Schritt habe ich mir das Foto einer Skyline gesucht. Das Foto habe ich dann in Schwarz-Weiß umgewandelt und danach mit dem Befehl „Farbbalance“ (Bild –> Korrekturen –> Farbbalance) einen orange-sepia-Touch erzeugt, damit das Bild farblich mit dem überwiegend in Rot gehaltenen Hauptmotiv harmoniert. Die Skyline habe ich dann noch ein wenig verformt (das „Formgitter“ und das „Verflüssigen“-Werkzeug wirken hier Wunder). So sieht das Ganze dann aus:
Dieses Bild kann man dann ganz einfach im Ebenenmodus „Negativ Multiplizieren“ über der Hauptebene einfügen, und zwar am unteren Bildrand, denn der untere Bereich des Bildes wurde genau für diesen Zweck im Originalfoto eingeplant.

Nun habe ich noch eine Art „Schutzschild“ über der Stadt eingefügt, und zwar mit dem Auswahlellipse-Werkzeug.

Fotografie und Bearbeitung von Evangeline Cooper

"Schutzschild" und Effekte

Für den Schutzschild einfach eine neue leere Ebene über der Hauptebene anlegen, die Form des Schutzschildes mit dem Auswahlellipse-Werkzeug ziehen und die entstandene Auswahl mit einem hellen Orangeton füllen. Dann die Auswahl aufheben und den entstandenen Halbkreis mit dem Gaußschen Weichzeichner etwas absoften, damit er organisch wirkt und keine harte Kante hat. Nun den Ebenenmodus der Ellipsen-Ebene auf „Weiches Licht“ setzen und die Deckkraft soweit abschwächen, dass der Schutzschild nicht zu penetrant wirkt und die Stadt darunter noch gut zu erkennen ist. Als Richtwert kann ich sagen, dass die Ebenen-Deckkraft der Ellipse hier im Bild bei 28% liegt.

Im allerletzten Schritt habe ich noch einige Spielereien eingefügt, nämlich einen kleinen Feuereffekt an der linken Seite des Bildes und einige Ornament-Strukturen auf der rechten Bildseite. Zum Abschluss, nachdem alle Ebenen zu einer Ebene verrechnet wurden, erfolgte noch die finale Farbkorrektur. Das Endergebnis sieht dann so aus:

"Protector" Fotografie und Bearbeitung von Evangeline Cooper

"Protector" 2010

Herzlichst,
Evey

Spontane Portraitfotografie in Hannover von Evangeline Cooper

Hannoverliebt - Portrait 23

Schönen Samstag euch allen.

Evey

A little Horror…

Das nachfolgende Bild schlummerte halbfertig schon einige Monate in meinem Archiv; nun hatte ich endlich Zeit, die Bearbeitung abzuschließen.

Fotografie und Bearbeitung: Evangeline Cooper. Model: Rainer ZIPP Fränzen

"Hunter" Dezember 2010

Inspiriert ist „Hunter“ von Filmen wie Predators, Alien & Co, aber auch von Horror- und Sci-Fi-Literatur. Ich wollte, trotz der kriegerisch wirkenden Technikelemente, ein ruhiges Portrait der Kreatur erstellen. Der Jäger in einem Moment des Verharrens oder Nachsinnens. Weil jede Kreatur mehr ist als nur ihre Berufung oder ihr Instinkt.
Für alle Interessierten hier noch das Ausgangsfoto, entstanden im Studio. Herzlichen Dank an Rainer Zipp Fränzen, der sich immer wieder tapfer in grenzwertig-experimentelle Fotoshootings bei mir verstricken lässt. Wenn ihr gezielte Fragen zur Bearbeitung o.ä. habt, stellt sie gerne hier. Nur was ich Rainer auf die Haut geschmiert habe, das behalte ich für mich. ;)

Herzlichst,
Evey

Streetfotografie in Hannover von Evangeline Cooper

Hannoverliebt - Portrait 22

Eines meiner Lieblingsbilder bisher! :)

Schönen Freitag euch allen.

Evey

Streetfotografie in Hannover von Evangeline Cooper

Hannoverliebt - Portrait 21

Sebastians und meine Variante gibt es wie immer auch auf hannoverliebt.de.

Herzlichst,
Evey

Street Fotografie Hannover von Evangeline Cooper

Hannoverliebt - Portrait 20

Einen frostig-schönen Mittwoch euch allen.

Evey

Fotografie von Evangeline Cooper

Hannoverliebt - Portrait 19

Schönen Dienstag euch!

Herzlichst,
Evey

«Wir nennen es Winter», konstatieren die Einen resigniert, während ein Großteil der deutschen Timeline sich herzzerreißend über Schnee, Winter und Wetter ausheult. „Wir kommen um uns zu beschweren“ – der twitter Themesong greift vollends. Kaum etwas verleitet so viele Menschen zu Hass- und Schluchztiraden in 140 Zeichen wie das Eine, was sowieso keiner ändern kann: das Wetter. Beschwerte man sich im Sommer noch über Hitzewellen, Züge mit kaputter Klimaanlage und übergewichtige Mädchen in viel zu kurzen Röcken, so ist es dieser Tage der völlig überraschend einbrechende Winter, der die Gemüter erhitzt. Meine Fresse, Leute: das ist hier nicht der Äquator. Oder, wie es @fitnesszwerg auf den Punkt bringt: «Bei Nacht und Schnee sieht sogar Hannover schön aus.»

Die Partei „Die Grünen“ ignoriert das Schneechaos und setzt stattdessen mit diesem Tweet zum Knieschuss an: „Wir sind weiterhin gegen den #JMStV, die Fraktion hat sich aufgrund parlamentarischer Zwänge anders entschlossen.“ (via @gruenenrw) *1 Die sich daraufhin entwickelnde Kampfdiskussion auf twitter ist dabei ebenso berechtigt wie sie überflüssig ist – dass unsere Demokratie nicht funktioniert ist als Feststellung genau so neu wie die Erkenntnis, dass ein Stromschlag weh tut.

*1 Hinweis: das Kürzel „JMStV“ steht für den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag. Dieser ist an sich schon seit 2003 gültig, jedoch diskutiert die Politik momentan fröhlich-weltfremd über eine Verschärfung des Vertrages (Vertrag = Politikerdeutsch für Gesetz), deren Folge es u.a. wäre, dass jeder Betreiber einer deutschen Webseite oder eines Blogs kennzeichnungspflichtig im Sinne der Alterseignung seines Internetauftritts wird. Zu deutsch: bye bye Nippelfotos oder: hallo FSK18. Oder: Umzug ins .com-Land.

Wikileaks veröffentlichte unlängst rund eine Viertelmillion interner diplomatischer Berichte der US-Regierung. Viel Brisantes scheint es darin nicht zu geben, denn die einzige Meldung, die hierzulande wirklich für Schlagzeilen sorgt, ist die Feststellung der Amerikaner, dass deutsche Politiker „selten kreativ“ (Angela Merkel), „arrogant“ (Guido Westerwelle) und „unberechenbar“ (Horst Seehofer) sind. So what? Erstens sehen wir Deutschen das doch genauso, und zweitens, Hand aufs Herz, halten wir amerikanische Politiker im Gegenzug doch auch für weiträumig inkompetent.

Es gibt allerdings auch weniger politische, wenngleich nicht minder wichtige Infos bei twitter. Dass Leslie Nielsen tot ist, beispielsweise. Und dass Armin Müller-Stahls Malerei von seinem Galeristen als „professionell“ eingestuft wird. (via @maennig) Da haben wir sie also, die Dinge, die die twitter-Welt momentan bewegen: Malernde Schauspieler, tote Schauspieler, verkannte Schauspieler, grüne Männchen und Schneemänner. Halleluja.

EC

*“The Tweet-Show“ – Evangeline Cooper zum Stand der Dinge auf #twitter. Subjektiv, neurotisch und in mehr als 140 verfluchten Zeichen.

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